Am Flughafen Graz traf ich heute die
anderen, die bei diesem Austausch mitmachen und flog mit ihnen
zusammen nach Wien. Ich hatte einen Platz fast ganz hinten im
Flugzeug, was ich besser finde als jeden Fensterplatz der Welt. In
Wien mussten wir relativ lange in einer überfüllten
Pre-boarding-Halle warten, was nicht weiter schlimm war, da wir so
miteinander ins Gespräch kamen.
Das nächste Flugzeug war das größte,
mit dem ich jemals geflogen bin. Als Snack bekamen wir blöde halbe
Toastsandwiches mit einer Art Käse und Wurst. Keine Auswahl. Ich
habe meines gleich weitergegeben und weiter an meinem Tomatensaft
geschlürft. Ich habe mal gelesen, dass Gemüsesaft in Flugzeugen gut
schmecken soll. Irgendetwas mit den Geschmacksnerven und was weiß
ich. Und selbst wenn es wahr sein sollte, dann bin ich eben eine
Ausnahme, es hat nicht gut geschmeckt. In Paris, Charle de Gaulle
angekommen hasteten wir zum Bahnhof, wo auf einer netten Anzeigetafel
stand, dass der TGV nach Poitiers 40 Minuten Verspätung hatte. Im
TGV waren wir dann, glaube ich, insgesamt 3 Stunden und es war sehr
gemütlich, obwohl wir wegen des ganzen Gepäcks wenig Platz hatten.
Ich musste sogar mit der Ukulele etwas vorspielen (Somewhere Over the
Rainbow -.- ) In Poitiers wurde ich von Victoria und ihrer Mutter
abgeholt. Poitiers ist eine malerische Stadt. Sie liegt ziemlich hoch
und überall gibt es riesige Felsen, die unten herum irgendwie
ausgehöhlt sind oder in die Häuser gebaut wurden. Die Häuser hier
sind alle sehr alt, und ich habe gerade mal vielleicht ein modernes
gesehen. Möglicherweise zwei. Wir sind sehr lange mit dem Auto durch
die Landschaft gefahren und ich hatte Zeit zum Überlegen. Ich
überlegte, was der Unterschied sei. Zwischen hier und zuhause. In
Frankreich sieht es so anders aus, allerdings weiß ich immer noch
nicht genau, wieso. Zuerst dachte ich die Gegend wäre schlicht
trockener, dann sah ich dass überall saftiges Gras und Laubbäume
wuchsen. Dann dachte ich es wäre, dass es hier keine Nadelbäume
gibt. Als nächstes fahren wir an einer Tanne (oder so) vorbei. Die
Häuser sind es auch nicht, obwohl sie wirklich sehr anders sind.
Alle sind steingrau und sehr alt. Es gibt schöne und hässliche,
aber die Unterschiede sind sehr gering. Manche sind mit Efeu
bewachsen. Das Haus in dem ich mit Victorias Familie wohne ist neu
renoviert, riesengroß und wunderschön. Victorias gesamte Familie
ist sehr freundlich und sympathisch. Ich habe mich hier sofort
zuhause gefühlt. Wir haben, nachdem ich geduscht habe, Thé
getrunken und ich habe meine Gastgeschenke ausgeteilt. Ich bin schon
gespannt, was Mimo zu der Trackshittaz-CD sagen wird. Ich falle im
Moment fast um, so müde bin ich, und wenn ich nicht liegen würde,
wäre das schon passiert. Jetzt ist es 22:17. Gute Nacht
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