Donnerstag, 10. Mai 2012

la journée


Am Flughafen Graz traf ich heute die anderen, die bei diesem Austausch mitmachen und flog mit ihnen zusammen nach Wien. Ich hatte einen Platz fast ganz hinten im Flugzeug, was ich besser finde als jeden Fensterplatz der Welt. In Wien mussten wir relativ lange in einer überfüllten Pre-boarding-Halle warten, was nicht weiter schlimm war, da wir so miteinander ins Gespräch kamen.
Das nächste Flugzeug war das größte, mit dem ich jemals geflogen bin. Als Snack bekamen wir blöde halbe Toastsandwiches mit einer Art Käse und Wurst. Keine Auswahl. Ich habe meines gleich weitergegeben und weiter an meinem Tomatensaft geschlürft. Ich habe mal gelesen, dass Gemüsesaft in Flugzeugen gut schmecken soll. Irgendetwas mit den Geschmacksnerven und was weiß ich. Und selbst wenn es wahr sein sollte, dann bin ich eben eine Ausnahme, es hat nicht gut geschmeckt. In Paris, Charle de Gaulle angekommen hasteten wir zum Bahnhof, wo auf einer netten Anzeigetafel stand, dass der TGV nach Poitiers 40 Minuten Verspätung hatte. Im TGV waren wir dann, glaube ich, insgesamt 3 Stunden und es war sehr gemütlich, obwohl wir wegen des ganzen Gepäcks wenig Platz hatten. Ich musste sogar mit der Ukulele etwas vorspielen (Somewhere Over the Rainbow -.- ) In Poitiers wurde ich von Victoria und ihrer Mutter abgeholt. Poitiers ist eine malerische Stadt. Sie liegt ziemlich hoch und überall gibt es riesige Felsen, die unten herum irgendwie ausgehöhlt sind oder in die Häuser gebaut wurden. Die Häuser hier sind alle sehr alt, und ich habe gerade mal vielleicht ein modernes gesehen. Möglicherweise zwei. Wir sind sehr lange mit dem Auto durch die Landschaft gefahren und ich hatte Zeit zum Überlegen. Ich überlegte, was der Unterschied sei. Zwischen hier und zuhause. In Frankreich sieht es so anders aus, allerdings weiß ich immer noch nicht genau, wieso. Zuerst dachte ich die Gegend wäre schlicht trockener, dann sah ich dass überall saftiges Gras und Laubbäume wuchsen. Dann dachte ich es wäre, dass es hier keine Nadelbäume gibt. Als nächstes fahren wir an einer Tanne (oder so) vorbei. Die Häuser sind es auch nicht, obwohl sie wirklich sehr anders sind. Alle sind steingrau und sehr alt. Es gibt schöne und hässliche, aber die Unterschiede sind sehr gering. Manche sind mit Efeu bewachsen. Das Haus in dem ich mit Victorias Familie wohne ist neu renoviert, riesengroß und wunderschön. Victorias gesamte Familie ist sehr freundlich und sympathisch. Ich habe mich hier sofort zuhause gefühlt. Wir haben, nachdem ich geduscht habe, Thé getrunken und ich habe meine Gastgeschenke ausgeteilt. Ich bin schon gespannt, was Mimo zu der Trackshittaz-CD sagen wird. Ich falle im Moment fast um, so müde bin ich, und wenn ich nicht liegen würde, wäre das schon passiert. Jetzt ist es 22:17. Gute Nacht

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